Alexandra-Welt

Ein weiterer Weggefährte von Alexandra ist von uns gegangen:

+ Max Greger +

Max Greger wurde 1926 in München geboren. Als er 10 Jahre alt war bekam er von einem seiner Großväter ein Akkordeon geschenkt, der entscheidende Moment für seinen zukünftigen lebenslangen musikalischen Weg. Am Münchner Konservatorium studierte er Klarinette und Saxophon. Letzteres Instrument wurde zu seinem Markenzeichen.

Mit seinem Freund Hugo Strasser gehörte Max Greger 1945 zu den Jazz-Pionieren in Deutschland. 1948 gründete er ein Oktett. Er spielte damals gemeinsam mit den Jazz-Größen Woody Herman, Stan Keton und Lionel Hampton. Tagsüber spielte er Schlager und volkstümliche Musik für den Bayerischen Rundfunk, abends musizierte er in amerikanischen Clubs Jazz. Als Gastmusiker spielte er in der Band von Charly Tabor, und neben ihm standen die Weltstars des Jazz, Louis Armstrong, Duke Ellington und Ella Fitzgerald, auf der Bühne. Erste Schallplatten wurden von ihm während dieser Zeit veröffentlicht.

1959 kam der Durchbruch zum Star: In den 50er Jahren absolvierte er europaweit Tourneen, und als erste Band seit 1924 führte ihn eine Auftrittsreihe mit 26 ausverkauften Konzerten in die Sowjetunion. Mitglieder seines Tour-Ensembles waren damals Maria Hellwig und Udo Jürgens. Anschließend veröffentlichte Greger am 01.10.1959 seine Single "Moskauer Nächte", er hielt sich damit 8 Wochen in der deutschen Hitparade und erreichte Platz 52 als beste Platzierung. Diesen Titel sang auch Alexandra nach ihrer Russland-Tournee mit Hazy Osterwald.

Unabhängigkeit war für Max Greger immer wichtig. Er war nie einer von vielen Musikern in einer Big Band. Mit der Gründung des Zweiten Deutschen Fernsehens gründete er 1963 seine Big Band, mit der er bis 1977 in allen großen Shows des ZDF, wie z. B.  "Vergißmeinnicht", "Der goldene Schuß", "3 x 9" und "Musik ist Trumpf" des ZDF für die Musik zuständig war. Dabei begleitete das Max Greger Orchester auch Alexandra bei einem ihrer Show-Auftritte, wie auf einem Foto zu sehen ist. Die Titelmelodie "Up to date" des Aktuellen Sportstudio im ZDF spielte Max Greger ein. In mindestens 14 Filmen war er für die Musik verantwortlich.

1986 spielten zu seinem 60. Geburtstag ihm zu Ehren gemeinsam in einer "Super-Band" gemeinsam Hazy Osterwald und Paul Kuhn, ebenfalls Alexandra-Weggefährten, Hugo Strasser und James Last.

Ab 1992 war Max Greger im Studio und auf Tourneen mit der SWR Big Band.

Von 2002 bis zum 13. Juli 2015 war er noch auf Tournee mit seinem Sohn Max Greger jr., seinem Enkel Max Greger jr. jr. und seinem alten Freund Hugo Strasser.

Max Greger war verheiratet, hatte eine Tochter und einen Sohn. Während seines Musikerlebens hat er über 3000 Musikstücke aufgenommen.
Überraschend starb Max Greger nach kurzer, schwerer Krankheit am 15.08.2015 in seiner Geburtsstadt.
Bei seiner Beerdigung auf dem Grünwalder Waldfriedhof spielte Hugo Strasser "Yesterday" und Felice Civitareale ließ auf seiner Trompete "Il Silenzio" erklingen.

Werner Dechent

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